[#Umweltchallenge2020] Start der Challenge: meine CO2-Bilanz

Heute startet mein Jahresprojekt auf diesem Blog: die #Umweltchallenge2020. Jeden Monat gibt es hier auf Sternenwind mehrere Beiträge zu verschiedenen Themen rund um unsere Umwelt- und Klimakrise. 

In den ersten 6 Monaten geht es um folgende Themen:

  • Januar: Allgemeine Fakten zur Umwelt- und Klimakrise
  • Februar: Müll
  • März: Ernährung
  • April: Mobilität
  • Mai: Kleidung
  • Juni: Wasser

Die Themen für die Monate Juli bis September werde ich etwa im Mai festlegen, je nachdem, was sich vielleicht so ergibt oder auch von dir noch gewünscht wird. Ich werde Monat für Monat jedes Thema näher beleuchten und mein eigenes bisheriges Verhalten reflektieren und schauen, wo ich Veränderungen vornehmen kann und will. Ich werde bestimmt nicht alles berücksichtigen können, aber ich möchte zumindest einen ersten Anstoß geben, sich mit den jeweiligen Themen auseinanderzusetzen. 

Weiter unten fange ich direkt mal damit an, meine CO2-Bilanz der letzten 12 Monate zu berechnen. Wie viel CO2 habe ich ausgestoßen durch mein Reiseverhalten, meine Ernährung, meinen Konsum und so weiter. Ende des Jahres werde ich eine neue CO2-Bilanz aufstellen, um zu schauen, ob und wo ich mich verbessert habe.

#umweltchallenge2020

Und du kannst auch mitmachen! Wie? Ganz einfach, indem du auch aktiv wirst, zum Beispiel auf folgende Weisen:

  • Hast du einen Blog, Youtubekanal oder Ähnliches? Dann greife meine Umweltchallenge dort einfach auf und verfasse selbst Artikel zu den Themen, die dich bewegen. Zeig mir, dass du was geschrieben hast, indem du mir die Beitragslinks schickst, bei Instagram und Facebook den Hashtag #umweltchallenge2020 verwendest oder mich dort verlinkst. Ich erstelle gerne am Ende eines Monats eine Übersicht, über alle Beiträge, die im Monat entstanden sind. Übernimm gerne auch meine Grafik und teile sie!
  • Du hast keinen Blog und Co.? Werde trotzdem aktiv! Analysiere deine CO2-Bilanz und schaue dann Monat für Monat, was du ändern kannst. Berichte darüber, z. B. deiner Familie und deinen Freunden, egal ob persönlich, per E-Mail oder in den Sozialen Medien. Schreibe mir gerne E-Mails über deine Erfolge oder Probleme. Und wenn du selbst einen Beitrag veröffentlichen willst, kann ich dir eventuell auch einen Gastbeitrag auf Sternenwind ermöglichen. 

Ich gebe nur die Monatsthemen vor. Was dir dazu einfällt und bewegt, worüber du berichten oder was du verändern willst, das überlasse ich ganz dir. Ich würde mich tierisch freuen, wenn ich dich dafür begeistere, mitzumachen. Je mehr es werden und je mehr wir machen, umso mehr bewirken wir. Und dann meistern wir diese Krise vielleicht doch noch. Ich persönlich glaube nämlich nicht, dass die Politik von alleine in die Gänge kommen wird, etwas zu ändern. Oder die Industrie. Die werden sich erst bewegen, wenn sie nicht mehr anders können, weil die Mehrheit der Menschen das einfach fordert. Also lasst uns beginnen, diese Mehrheit zu werden. :)

Meine CO2-Bilanz 2019

So, genug der theatralischen Worte! ;) Dann schauen wir doch mal, wie meine CO2-Bilanz 2019 aussieht. CO2-Bilanz-Rechner gibt es im Internet genügend. Ich habe mich für den Rechner des Umweltbundesamtes entschieden.  Weitere Rechner stellt utopia vor

Ehrlich gesagt, bin ich ziemlich überrascht über das Ergebnis. Ich habe mit deutlich mehr gerechnet, denn angeblich habe ich letztes Jahr „nur“ 7,93 Tonnen CO2 ausgestoßen und bin damit bereits deutlich unter dem deutschen Durchschnitt, wie das Bild so schön zeigt.

CO2_Bilanz_2019

Wie kommt es zu diesem Wert?

Heizung: Wir wohnen zu viert in einer 121 m2-großen Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, das Baujahr schätzen wir auf die 70er, sind uns aber nicht sicher. Unsere Heizung wird mit Erdgas betrieben und tatsächlich heizen wir recht wenig, meist sind nur 3-4 Heizungen an: im Gästezimmer, im Schlafzimmer, am Esstisch und ab und an im Bad. Die anderen Heizungen sind meistens aus. 

Strom: Beim Stromverbrauch habe ich die Werte aus der Jahresabrechnung übernommen (könnten die aus dem Vorjahr sein, aber die Werte sind bei uns meist recht ähnlich).

Mobilität: Mein Benzin-Auto verbraucht durchschnittlich 5,7 l, mit dem ich letztes Jahr knapp 14.000 km gefahren bin. Hinzu kommen noch unsere gemeinsamen Fahrten in den Urlaub mit dem Auto des Herzensmenschen. Laut Umweltbundesamt zähle ich diese Fahrten zu „Carsharing/Fahrgemeinschaften“ und jede Fahrt wird durch die Anzahl an Mitfahrern geteilt. Das Fahrrad stand letztes Jahr die meiste Zeit im Keller, ich glaube 50 km sind hier noch optimistisch geschätzt. :D
Öffentliche Verkehrsmittel: Zugfahrten nach München, Frankfurt, Gießen, Köln, zum Flughafen und ein bisschen innerhalb der Städte. In Bad Nauheim selbst bin ich meist zu Fuß unterwegs. Bei den Flugreisen habe ich letztes Jahr auch die beruflichen Flüge hinzugezählt, so dass ich letztes Jahr 5x geflogen bin: Salzburg hin, Mallorca hin und zurück und Venedig hin und zurück. Dies sorgt leider für einen hohen CO2-Ausstoß im Vergleich zum deutschen Durchschnitt. Insgesamt würde ich meinen CO2-Ausstoß bei der Mobilität hier jedoch etwas kritisch betrachten: Ich habe nicht angegeben, wie der Durchschnittsverbrauch des Autos von meinem Herzensmenschen ist, und vermutlich habe ich hier auch die ein oder andere Fahrt vergessen.

Ernährung: Puhh, sich da ehrlich einzugestehen, wie man isst und sich bewegt, ist echt nicht leicht. Am liebsten hätte ich ja „gelegentlich Tiefkühlprodukte“ angeklickt, aber die Jungs essen doch verdammt oft Fischstäbchen und Chicken Nuggets, also ist 2-3x pro Woche hier die realistischere Angabe – immerhin musste ich nicht „täglich“ anklicken. :D Ansonsten habe ich hier u. a. folgende Dinge angegeben: Mischkost, teilweise regional, gemischte saisonale Produkte und teilweise Bioprodukte.

Sonstiger Konsum: Auch hier fand ich es schwierig, mein eigenes Kaufverhalten einzuschätzen. Ich hätte mich durchschnittlich eingeschätzt, der Herzensmensch sogar eher sparsam. Letzten Endes habe ich folgende Auswahlmöglichkeiten genommen: Kaufverhalten durchschnittlich, Funktionalität ist wichtig (manchmal vielleicht auch der günstige Preis?), bisher habe ich keine gebrauchten Gegenstände gekauft, Hotelübernachtungen – auch beruflich bedingt – waren 2019 über 4 Wochen. Da ich seit letztem Januar monatlich an atmosfair spende, habe ich in diesem Bereich allerdings 5 Tonnen CO2 bereits kompensiert. 

meine persönliche CO2-Bilanz 2019

Wenn du auch deinen CO2-Ausstoß berechnen möchtest, solltest du dich vorher gut vorbereiten, damit die Bilanz möglichst genau berechnet werden kann. Ich habe vorher also den Herzensmenschen gebeten, unsere Strom- und Heizrechnungen herauszusuchen und habe mir sämtliche Fahrten und Flüge anhand meines Kalenders aufgeschrieben. Da ich in meinem Auto ein Tankbuch führe, konnte ich recht schnell herausfinden, wie viele km ich 2019 gefahren bin. Unklar war für mich, ob es bei der Bilanz nur um den privaten CO2-Ausstoß geht. Da das Reisen in meinem letzten Job jedoch mit dazugehört hat, wollte ich diese mit dazu nehmen.

Wo habe ich Optimierungspotenzial? Auf jeden Fall im Mobilitäts-Bereich. Dadurch, dass ich einen neuen Job anfange, indem ich nicht mehr durch Europa reise, und ich auch privat beschlossen habe, nicht mehr zu fliegen, wird sich hier auf jeden Fall der Wert deutlich senken. Auch bei der Ernährung und im Konsumverhalten habe ich noch einige Stellschrauben: mehr Bio, saisonal und regional kaufen, weniger Fleisch essen, mehr frisch kochen statt Tiefkühlkost, auch mal nach gebrauchten Sachen schauen. Und meine Spende an atmosfair wird definitiv weiterlaufen.

Wie sieht’s bei dir aus? Wie schaut deine CO2-Bilanz aus? Wo kannst und willst du dich verbessern? Machst du mit bei der Challenge?

Deine Vanessa

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