[Umwelt] Meine CO2-Bilanz 2020

Neues Jahr, neue Vorsätze. Und Zeit dafür, mal zu schauen, was aus den letztjährigen Vorsätzen geworden ist. 

Letztes Jahr habe ich ja mit großem Tamtam meine Umweltchallenge ins Leben gerufen, habe meine CO2-Bilanz ausgerechnet und bin im Laufe des Jahres zumindest auf dem Blog mit den Umweltthemen wieder eingeschlafen. Im Hintergrund war ich aber dennoch immer an dem Thema dran: Wie kriege ich den Müllverbrauch weiter gesenkt? Kann ich unsere Katzen mit meinen Umweltgedanken in Einklang bringen? Was mache ich mit meinem immer älter werdenden Auto?… 

meine persönliche CO2-Bilanz 2019

Zeit also, meine Tätigkeiten wieder genau auszurechnen und mit der CO2-Bilanz 2020 zu schauen, wo ich mich verbessert habe.

Oben zur Erinnerung nochmal meine Bilanz von 2019: 7,93 Tonnen CO2 habe ich damals in die Luft geblasen und war damit schon mal besser als der deutsche Durchschnitt, der bei 11,6 Tonnen lag. Wer die genaue Zusammensetzung von diesen 7,93 Tonnen wissen möchte, kann sich ja den alten Beitrag nochmal durchlesen.

Und jetzt? 

Optimierungspotenzial habe ich damals vor allem im Bereich Mobilität, gefolgt von Ernährung und Konsumverhalten gesehen. Und das ist mir tatsächlich auch gelungen: Meine CO2-Bilanz 2020 beträgt 6,08 Tonnen und damit 1,85 Tonnen weniger als im Jahr davor. 

Wie kommt es zu diesem Wert?

Heizung: Unsere Heizung lief tatsächlich noch weniger als im Jahr davor, so dass ich hier 0,05 t eingespart habe. 

Strom: Unser Stromverbrauch ist minimal gestiegen, warum der Wert im Rechner trotzdem gesunken ist – keine Ahnung – andere Bemessungsgrundlage?

Mobilität: Hier habe ich am meisten einsparen können: 1,54 t.  Durch den Jobwechsel und das mir selbst auferlegte Verbot von privaten Flügen hat sich meine Fluganzahl von 5 auf 0 reduziert. Coronabedingt gab es lediglich 1 Urlaub zu viert mit dem Auto in den Wiener Wald. Ebenfalls durch Jobwechsel und Lockdown bin ich knapp 2.800 km weniger mit dem Auto (Kleinwagen) zur Arbeit gefahren, auch Bus und Bahn sind etwas gesunken. Dafür war ich öfters mit dem Fahrrad unterwegs: ca. 130 km und damit deutlich mehr als die höchstens 50 km im Jahr davor.

Ernährung: Letztes Jahr eigentlich keinen Sport (außer die Fahrradtouren und Spaziergänge), dafür im Job immerhin leichte körperliche Tätigkeiten. Fleischreduzierte Kost statt Mischkost, Bio, saisonal und regional ist gleich geblieben – nämlich teilweise. Die Tiefkühlkostfrage ist aus dem Rechner verschwunden.  Macht 0,23 t Unterschied. 

Sonstiger Konsum: Eher sparsames Verhalten, weiterhin liegt die Funktionalität im Vordergrund, keine gebrauchten Gegenstände (doch 1 – der Kratzbaum für die Katzen :D), weniger Konsumausgaben. Dafür sind hier die Katzen dazu gekommen, so dass ich hier 0,12 t eingespart habe. Die atmosfair-Spende ist weiterhin am Laufen (5 Tonnen kompensiert). 

Ich konnte somit in allen (außer den öffentlichen Emissionen) CO2 einsparen – in Prozent wären das ca. 23% weniger Emissionen, die ich in die Luft geblasen habe. Ein Wert, auf den ich tatsächlich etwas stolz bin. Klar ist es noch weit entfernt von den empfohlenen 2 (oder noch weniger) Tonnen, aber es geht in die richtige Richtung. 

Wo gäbe es weiteres Optimierungspotenzial? 

Die Erdgas-Heizung im Mehrfamilienhaus lässt sich nicht ändern (oder wenn dann auf kompliziertem Wege). Dafür könnten wir auf Ökostrom umstellen und grundsätzlich mal unseren Stromverbrauch in der Wohnung prüfen. Mal schauen, ob ich den Herzensmenschen dafür gewinnen kann. :)

In der Mobilität könnte ich öfters auf Bus und Bahn setzen. Tatsächlich hatte mein Auto letztes Jahr einige Reparaturen, so dass ich mir die ersten Gedanken machte, wie lange ich es noch fahren kann und will, ob ich ein neues Auto möchte, ob ich überhaupt ein Auto noch möchte. Zu einem Schluss bin ich noch nicht gekommen, aber da werde ich mir dieses Jahr definitiv mehr Gedanken dazu machen und diese hier auch gerne teilen. 

Bei der Ernährung könnte ich auf komplett vegetarisch umstellen – das werde ich ebenfalls prüfen. Außerdem möchte ich mehr Bewusstsein in der Familie für Regionalität, Saisonalität und Bio-Qualität schaffen. Mittlerweile habe ich durchaus Bauchschmerzen im Dezember Tomaten zu kaufen, was mir vor ein paar Jahren noch völlig egal war. Diese Bauchschmerzen merke ich aber noch nicht beim Herzensmenschen. ;) Beim sonstigen Konsum könnten wir mehr auf gebrauchte Ware achten und auch der Gedanke an eine nachhaltige Bank treibt mich schon länger um. 

Hast du deine CO2-Bilanz schon mal ausgerechnet? Wenn ja, machst du es auch jährlich, um zu schauen, wo du besser geworden bist?

Deine Vanessa

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