[Rezept] Im österreichischen Schokohimmel: kleine Sachertörtchen

Hallo meine Lieben,

da sitzt man tagelang an seiner Masterarbeit und schreibt und schreibt – mal mehr, mal weniger motiviert – und dann ruft noch der Blog, dass man ja dringend wieder was schreiben muss. Doch wann die Zeit nehmen, das alles zu basteln, zu kochen und zu backen, dann Fotos zu machen und das alles noch zu verschriftlichen? Mir fehlt sie momentan ein bisschen. Denn so langsam werde ich doch panisch, was die Masterarbeit angeht. Da gibt es Tage, an denen denke ich „OMG, ich habe nur noch zwei Monate und es ist noch so viel zu machen, das schaffe ich nie!“ und dann gibt es Tage, an denen ich denke „Ach, wenn du heute so viel schreibst und morgen so viel, dann klappt das schon.“ Bis die Stimme im Hinterkopf mich hämisch auslacht: „Ja ja, als ob du so viel schreiben würdest an einem Tag. Und bei deinen Ansprüchen musst du dich noch ordentlich ins Zeug hängen, damit da was Gutes bei rauskommt.“ Grrr. Verdammter Anspruch. Einmal bitte die Hand heben, wer von euch dieses Hin und Her selbst gut kennt! ;)

Sachertorte

Und wenn ich dann abends den Laptop zuklappe, bin ich froh, wenn ich nicht noch was anderes schreiben muss. Sondern einfach nur ein Buch in die Hand nehme und mich aufs Sofa verziehe. Oder mit dem Lieben ein Spiel aus dem Schrank auspacke (die Liste an zu spielenden Spielen macht langsam meiner Liste an ungelesenen Büchern Konkurrenz – bloß kein Druck von allen Seiten aufbauen, nicht wahr? Vermutlich sollte ich an dieser Stelle nicht anführen, dass da ja auch noch ein paar Bewerbungen darauf warten, geschrieben zu werden – der Einstieg ins Berufsleben klopft dann eher doch selten an der Haustür, ohne dass man was dafür tun muss.).

Bisher nehme ich mir meist an den Wochenenden eine Auszeit von der Masterarbeit. Zeit für mich, Zeit für uns. Ich vermute ja, das wird auch noch kippen, wenn die Panik dann irgendwann gegen meine optimistischere Hälfte die Oberhand gewinnt (bitte, lass das nie der Fall sein!). Ab und an sitze ich bei Freundinnen auf dem Sofa, nehme mir eine Katze – sofern vorhanden – auf den Schoß und verdränge mal kurz all den Stress, bis er mich wieder einholt. Oder wir organisieren abends einen Spieleabend, kochen etwas, lachen, wünschen uns gegenseitig die Pest an den Hals, wenn der andere wieder mal einem den besten Spielzug wegnimmt und genießen einfach die Zeit. Neulich war das wieder Fall und um noch ein bisschen mehr Zeit zu verplempern (Masterarbeit – war da was?), bot ich mich wieder mal an, etwas zu backen. Mein momentaner Kuchenfavorit ist Sachertorte. Jede Menge Schokolade mit einem Hauch von Marillenmarmelade – wer kann da schon widerstehen? Ich jedenfalls nicht. :)

Sachertorte

Zu meinem Geburtstag bekam ich ihn gebacken (ich kam sonntags von der Spielwarenmesse nach Hause und da wartete dieses Prachtstück an Kuchen auf mich <3), an Valentinstag haben wir ihn gebacken und jetzt – zum Spieleabend – wollte ich mich selbst einmal dran wagen. Ich habe ihn jedoch nicht als großen Kuchen gebacken, sondern eher als kleine Törtchen.

ZUTATEN FÜR CA. 8 SACHERTÖRTCHEN:

Für den Teig:
110 g Butter
105 g Zucker
150 g Schokolade (ca. 100 g Zartbitter, 50 g Vollmilch)
3 Eigelb
3 Eiweiß
70 g Mehl

Für die Füllung:
Marillenmarmelade

Für die Glasur:
200 g Schokolade (100 g Zartbitter, 100 g Vollmilch)
ca. 60 g Schlagsahne

Sachertorte

REZEPT (ZUM DOWNLOAD):

  1. Butter und Zucker zusammen verrühren.
  2. Währenddessen die Schokolade im Wasserbad schmelzen lassen und danach hinzufügen.
  3. Die 3 Eier trennen: Das Eigelb in die Butter-Zucker-Schokoladenmasse dazurühren. Das Eiweiß zu Eischnee schlagen.
  4. Nach und nach jeweils etwas Mehl zusammen mit etwas Eischnee unter die Schokomasse rühren.
  5. Mit etwas Butter die Backformen einfetten. Danach mit etwas Mehl die Formen auskleiden.
  6. Den Teig gleichmäßig in die Formen füllen.
  7. Bei ca. 170° C (Ober/Unterhitze) ca. 20 Minuten lang backen lassen.
  8. Die Törtchen aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und aus den Formen lösen.
  9. Alle Törtchen in der Breite mittig einmal durchschneiden.
  10. Auf die untere Hälfte Marillenmarmelade streichen und die obere Hälfte wieder darauf legen.
  11. Die Schokolade mit der Schlagsahne im Wasserbad schmelzen lassen und danach gleichmäßig auf den Törtchen verteilen.

Ich habe die Törtchen schon einen Abend vorher gebacken, um am folgenden Tag Füllung und Glasur zu machen. Bis abends konnten sie dann noch gut durchziehen. Moah <3 So unglaublich schlotzig, schokoladig, saulecker. Nomnom. Wann habe ich die nächste Gelegenheit, sie zu backen? :)

Sachertorte

Wenn ihr statt der kleinen Törtchen eine ganze Sachertorte backen wollt, nehmt die doppelte Menge an Zutaten (bei der Glasur müsst ihr gegebenenfalls etwas variieren). Moah, so lecker. Gemeinsam mit dem russischen Zupfkuchen und der Erdbeer-Knusper-Torte (wann gibt es endlich wieder Erdbeeren?) definitiv einer meiner Lieblinge auf der Kuchentafel.

Wie immer habe ich für euch das Rezept auch als Download vorbereitet. Lasst es euch genauso sehr schmecken wie wir!
eure Vanessa

 

10 Gedanken zu “[Rezept] Im österreichischen Schokohimmel: kleine Sachertörtchen

  1. Was für ein schönes, leckeres, schokoladiges Rezept! Deine Idee, das Rezept gleich zum Downloaden zu gestalten, finde ich richtig toll. Brauche immer einen Ausdruck in der Küche. Vielen lieben Dank dafür. LG Undine

    • Vielen Dank! :) Die PDF-Möglichkeit biete ich ja schon länger an, aber gerade bei den älteren Rezepten muss ich da noch mal nacharbeiten und die PDFs nachträglich zur Verfügung stellen – danke für die Erinnerung!
      Dir ein schönes Wochenende!
      lg, Vanessa

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