Hallo meine Lieben,
habt ihr euch die passenden Stifte ausgesucht und bestellt? Und vielleicht auch schon mit ihnen experimentiert? Und habt ihr dabei festgestellt, dass nicht jedes Papier geeignet ist? Dass über manches Papier die Stifte nur so gleiten und bei einem anderen Papier die Brush Pens irgendwie „hängen bleiben“, der Rand der Buchstaben irgendwie ausgefranzt wirkt, oder Ähnliches?
Das Papier ist ziemlich wichtig fürs Lettering. Grundsätzlich sollte es möglichst glatt sein, damit die die Buchstaben nicht ausgefranzt werden. Raues Papier kann außerdem euren Brush Pens schaden, dass die Spitze schnell ausfranzt. Und es sollte von seiner Saugfähigkeit so sein, dass die Stifte nicht zu schnell leer werden, weil das Papier ganz viel Farbe aufsaugt. Und die Farben sollten nicht auf die Rückseite durchdrücken.
Ich habe am Anfang auf unseren Druckerpapieren gelettert und dabei schon rasch einen Unterschied festgestellt – das eine ist rau (und auch zum Drucken eigentlich doof) und eignet sich daher eher weniger. Das andere war für den Anfang in Ordnung, aber irgendwann habe ich mich dann doch nach weiterem Papier umgesehen. Durch die Lettering-Community auf Instagram bin ich dabei auf zwei tolle Papiersorten gestoßen.
Rhodia Dot Pad Block
Das eine ist der Rhodia Dot Pad Block. Mit 80g/m² sind die Blätter so schwer wie normales Papier und sind leicht durchsichtig, so dass man auch gut eine Vorlage unten drunter legen kann zum Abpausen. Den Dot Pad Skizzenblock gibt es u. a. in DIN A5 und DIN A4. Was für Anfänger total toll ist, ist das helle Punkteraster. Dadurch könnt ihr gut kontrollieren, ob eure Buchstaben auf derselben Höhe sind, beziehungsweise gezielt testen, wenn die Buchstaben ein bisschen in den Höhen variieren sollen.
Navigator Colour Documents
Da ich aber nicht immer auf gepunktetem Papier schreiben möchte, brauchte ich auch ein glattes, weißes Papier. Aufgrund eines Tipps habe ich mir das Navigator Colour Documents Papier bestellt. Es ist 120 g/m² schwer, also deutlich dicker und ist wirklich ultra glatt und total weiß. Das Papier gibt es in DIN A4 oder DIN A3.
Transparentpapier
Für den Anfang total super ist außerdem Transparentpapier. Denn ihr könnt euch ganz einfach Buchstabenvorlagen unter das Transparentpapier legen und diese üben und üben und üben. Wie beispielsweise die 50 Ways to Letter-Vorlagen von Kiley in Kentucky. Ich habe dafür einen DIN A4-Block (80 g/m²) mit 25 Blatt von Edition Dürer.
Der heimische Papiervorrat
Wer nicht gleich neues Papier bestellen möchte, dem empfehle ich einfach mal, unterschiedliche Papiere zuhause in die Hand zu nehmen und zu testen. Ihr werdet es fühlen, ob ein Papier eher glatt oder eher rau ist. Vielleicht eignet sich ja irgendein Notizblock, der schon länger unbeachtet in der Ecke liegt, weil er wunderbar glatt ist. ;) Und dann einfach mal schauen, wie die Stifte über das Papier gleiten.
Habt ihr ein bestimmes Papier, das ihr fürs Lettering super gerne nutzt? Ich freue mich über eure Tipps!
Weitere Papierempfehlungen findet ihr bei iletterju.
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