[Lettering #2] Stiftevielfalt – Von Brushpens, Bleistiften und Co.

Hallo meine Lieben,

na, habt ihr in den Links von vergangener Woche gestöbert und habt jetzt tierisch Lust aufs Lettern bekommen? Habt ihr vielleicht sogar schon losgelegt? Und vielleicht den ein oder anderen Stift verflucht?

Dann geht es euch so wie mir. Als ich mit dem Lettern begonnen habe, wurde dafür fast alles verwendet, was mir in die Finger kam – Bleistifte, die Pitt Artist Pens von Faber-Castell, Gelstifte, Wasserfarben und Co. Und im Laufe der letzten Monate habe ich mir auch den ein oder anderen neuen Stift gegönnt, nachdem diese auf anderen Blogs empfohlen wurden. Aber schnell habe ich festgestellt: Es eignet sich nicht alles an Stiften und ein Stift, mit dem ein anderer super klar kommt, kann für dich die Katastrophe sein. Also habe ich für euch ein paar Stifte zusammen getragen inklusive meiner Meinung zur Handhabbarkeit.

Handlettering Stifte

Bleistifte und Radierer

In jedem Haushalt vorhanden und fürs Lettern auf jeden Fall super praktisch: Bleistift und Radierer. Damit lässt sich alles vorschreiben und wegradieren, wenn es doch doof aussieht. Mit dem Bleistift kann man erst mal herumexperimentieren, ohne gleich ganze Papierblöcke wegschmeißen zu müssen, weil das Ergebnis nicht wie gewünscht aussieht. Gerade, wenn man einen Spruch gestaltet, ist der Bleistift extrem nützlich, um den Platz festzulegen, wo was wie steht. Vorgeschriebenes kann zum Schluss dann einfach wegradiert werden. Auch für Faux Calligraphy ist der Bleistift gut geeignet. Ich nutze meist einen einfachen Druckbleistift, weil ich mit diesem sehr fein schreiben kann und nicht dauernd nachschauen muss, er ob auch genügend gespitzt ist.

Fineliner/Pigment Liner und Co. (3)

Für feine Buchstaben, Umrandungen und Co. eignen sich Stifte mit feiner Spitze, z.B. der klassische Fineliner oder die Pigment Liner von Staedtler. Ich habe anfangs immer mit dem Pitt Artist Pen von Faber-Castell in S gearbeitet, wollte dann aber einen noch feineren Stift haben und verwende derzeit vor allem den Pigment Liner 0.3 von Staedtler.

Brushpens

Brushpens gibt unendlich viele. Ein paar davon, die ich selbst schon probiert habe, zeige ich euch heute.

Handlettering Stifte

Pitt Artist Pens Stärke B von Faber-Castell (4)

Die Pitt Artist Pens waren meine ersten Brushpens, die ich hatte, da ich sie bereits vor sämtlichen Letterversuchen genutzt habe. Es gibt sie in unzähligen Farben. Sie haben eine relativ weiche Spitze und dennoch kann ich recht gut mit ihnen umgehen. Sollte die Spitze einmalausgefranst sein, lässt sich diese mit einer Pinzette herausziehen und umdrehen, da am anderen Ende eine zweite Spitze vorhanden ist. Leider sind sie wasserfest und damit nicht vermalbar.

Tombow Dual Brush Pen (5)

Der erste Brushpen, den ich mir im Zuge des Letterings gekauft habe, ist der Dual Brush Pen von Tombow. Er hat zwei Spitzen – eine, die an einen typischen Filzstift erinnert, die andere ist wie beim Pitt Artist Pen, nur noch viel weicher. Für Anfänger finde ich ihn daher eher ungeeignet – meine dünnen Linien waren viel zu zittrig und haben sich in der Strichstarke doch stark voneinander unterschieden. Dafür lässt er sich mit Wasser vermalen und es gibt ihn ebenfalls in unzähligen, wunderschönen Farben – wenn ich also irgendwann mal geübter bin, werde ich ihm vielleicht noch mal eine Chance geben. Momentan fristet der schwarze Dual Brush Pen jedoch ein langweiliges Leben im Regal.

Tombow Fudenosuke Hard/Soft (1&2)

Nachdem ich vom Dual Brush Pen also sehr gefrustet war, weil ich mit ihm nicht klar kam, stieß ich irgendwann im Internet auf den Tombow Fudenosuke Pen. Diesen gibt es mit zwei unterschiedlichen Spitzen. Die eine ist etwas härter, die andere ist etwas weicher. Ich habe mir gleich beide bestellt, um direkt ausprobieren zu können, welcher mir besser liegt. Bisher habe ich vor allem mit dem harten Fudenosuke Pen gelettert, aber auch mit dem weichen komme ich gut zurecht. Für Anfänger meiner Meinung nach super geeignet, da die Spitze nicht so leicht nachgibt und man daher auch mit normalem Druck feine Linien ohne Zittern erzeugen kann. Leider gibt es ihn bisher nur in schwarz.

Pentel Brush Sign Pen

Meine neueste Errungenschaft sind ein paar Pentel Brush Sign Pens. Mit dem Tombow Fudenosuke bin ich mehr als zufrieden, aber dass es ihn nur in schwarz gibt, ist dann doch etwas doof. Irgendwann bin ich bei Instagram über die Pentel Brush Sign Pens gestolpert. Sie sollen von der Spitze her wie der Fudenosuke sein, sind aber farbig und können mit einem Pinsel sogar vermalt werden, so dass man super weiche Farbverläufe hinbekommen kann. Also habe ich mir mal probeweiser 4 Stück bestellt. Und ich bin von Anfang an hellauf begeistert. Die Farben sehen toll aus, die Spitze ist genau so wie ich sie brauche und das Vermalen klappt super. Sie sind für Anfänger super geeignet. Die anderen Farben werden da bestimmt demnächst auch bei mir einziehen.

Handlettering Stifte

Gelroller

Um Highlights auf die Buchstaben zu setzen oder um sie zu verzieren, nutze ich einfache Gelroller, die ich schon lange vor dem Lettering hatte: die uni-ball SIGNO UM 153 in den Farben Weiß, Silber und Gold von Mitsubishi Pencil.

Pinsel mit Aquarellfarben

Wer Lettern möchte, kann auch den Pinsel herauskramen und in seine Aquarell- oder Wasserfarben tunken. Auch hierdrin bin ich noch recht ungeübt, den richtigen Druck auf den Pinsel auszuüben, habe ich noch nicht hundertprozentig raus, aber auch hier will ich mich irgendwann mal mehr drin probieren.

Mein Tipp: Statt euch gleich Unmengen von Stiften zu kaufen, schaut erst mal, was ihr so zu Hause habt, ob sich da vielleicht etwas fürs Lettering eignet. Und wenn ihr neue Stifte holt, testet sie nacheinander aus und kauft euch erst einmal einen Teststift in einer Farbe, bevor ihr 20 Farben holt und dann frustriert die Stifte in die Ecke schmeißt, weil sie nicht so funktionieren, wie ihr wollt. Für den Anfang empfehle ich die Tombow Fudenosuke Pens und die Pentel Brush Sign Pens für Farbe.

Welche Stifte nutzt ihr zum Lettern? Habt ihr noch weitere Empfehlungen?
eure Vanessa

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3 Gedanken zu “[Lettering #2] Stiftevielfalt – Von Brushpens, Bleistiften und Co.

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