Schmuckschule #8 – Mehrreihige Ketten gestalten [Creadienstag]

Mit der Sommerpause war es auch in der Schmuckschule ein bisschen ruhiger. Dabei gibt es noch so viele Dinge, die man gestalten kann. Heute zeige ich eine Art von Halskette, die ich schon vor längerer Zeit gestaltet habe – mehrreihige Ketten.

Ihr braucht:
Schmuckdraht
Karabinerverschluss mit Gegenstück
Perlen nach Wahl (ich habe verschiedene Blau-, Türkis- und Weißtöne genommen)
Quetschperlen
Kneifzange, Rundzange

Perlenkette

Zunächst braucht ihr den Schmuckdraht in drei verschiedenen Längen, die alle um euren Hals passen.

Diese drei Drähte legt ihr nebeneinander. Beim längsten und beim kürzesten Draht befestigt ihr in der Mitte eine Quetschperle, danach rechts und links die jeweiligen Perlen auffädeln. Bis zur nächsten Perlengruppe etwa zwei Fingerbreit Platz lassen, dann wieder eine Quetschperle befestigen, die Perlen aufgefädelt und so weiter. Dadurch bleiben die Perlen an dieser Position des Drahtes und rutschen nicht später alle zusammen.

Beim mittleren Draht lasst ihr in der Mitte zwei Fingerbreit Platz und befestigt jeweils rechts und links davon eine Quetschperle. Danach könnt ihr wieder wie vorher verfahren: Perlen auffädeln, Platz lassen, Quetschperle befestigen…

Bei meiner Beispielkette sind etwa sechs bis sieben Perlengruppen pro Draht angebracht.

Perlenkette

Anschließend geht es an die Verschlüsse. Hier aufpassen, dass ihr nicht zu sehr die Drähte durch die Gegend zieht, sonst rutschen euch vielleicht die letzten Perlen vom Schmuckdraht. Bei beiden Enden ist das Vorgehen identisch, auf der einen Seite bringt ihr einen Karabinerhaken oder anderen Verschluss an, auf der anderen Seite das Gegenstück dazu.

Ihr fasst alle drei Drähte zusammen und zieht jeweils zwei Quetschperlen pro Ende durch. Zwei der Drähte legt ihr dabei so, dass sie genau auf Höhe der oberen Quetschperle enden. Den dritten Draht legt ihr – wie hier gezeigt – zu einer Schlaufe und hängt in die Schlaufe einen Karabinerverschluss bzw. dessen Gegenstück ein. Das Ende der Schlaufe wird ebenfalls durch die Quetschperlen gefädelt. Durch die Quetschperlen sollten nun also vier Drähte laufen. Dann drückt ihr mit Hilfe der Kneifzange die Quetschperlen zusammen. Und schon ist eure Kette fertig. :) Natürlich kann eure Kette auch nur aus einer Reihe oder zwei bestehen. Das ist ganz eurem Geschmack überlassen.

Und ab damit zum Creadienstag.
eure Vanessa

[Rezept] Schoko-Oreo-Cupcakes mit Vanilletopping

Ihr habt es sicherlich schon gemerkt, in den letzten Wochen war es hier ziemlich ruhig. Zählt es als kleine Sommerpause – ich war zwar nicht im Urlaub, aber das Leben 1.0 hatte mich dann doch ziemlich fest im Griff. Jetzt soll es aber endlich weitergehen. Los geht es mit einem Cupcake-Rezept, zu dem ich euch schon vor ein paar Wochen auf Instagram ein paar Fotos gezeigt habe: leckere Oreo-Cupcakes :)

Oreo-Schoko-Cupcakes

Die Cupcakes waren mal wieder eine leichte Katastrophe bei der Zubereitung (wenn man halt versucht, spontan was neues auszuprobieren…). Für das Topping hatte ich mir eine Vanillecreme aus einem Buch herausgesucht, die einfach mal NULL so werden wollte, wie ich das gerne hätte. 6 Eigelb mit Sahne im Wasserbad schaumig schlagen. Ähm ja, aber wie soll das ganze bitte fest werden? Nachdem ich etwa eine Stunde in der Küche verzweifelt bin, habe ich wieder auf meine bewährte Mascarpone zurückgegriffen – und habe das entsprechend am Rezept angepasst, ihr müsst also nicht so verzweifeln wie ich. Trotzdem würde es mich generell mal interessieren: Weiß einer von euch, wie die Eigelb mit der Sahne irgendwann mal fest werden sollten? Ich bin nämlich immer noch etwas ratlos ;) Oder bin ich einfach nur ungeduldig?

Oreo-Schoko-Cupcakes

Für etwa 15 Cupcakes braucht ihr:
275g Mehl
2 TL Backpulver
5 EL Kakaopulver
1 Pck. Oreo Crispy (oder Oreos kleinbröseln)
1 Ei
130g Zucker
80ml Öl
300ml Buttermilch
½ Pck. Vanillezucker

Topping:
100ml Sahne
1 Vanilleschote
1 Pck. Vanillezucker
250g Mascarpone
Oreos zum Verzieren

Oreo-Schoko-Cupcakes

  1. Das Mehl mit dem Backpulver und dem Kakaopulver vermischen.
  2. Ei mit Zucker und Vanillezucker verquirlen.
  3. Öl und Buttermilch dazugeben weiterquirlen. Mehlmischung und zum Schluss die Oreo Crispy Packung dazugeben. (Alternativ Oreos kleinbröseln und untermischen.)
  4. Backofen auf 180° Grad vorheizen und Papierförmchen in das Muffinsblech stellen
  5. Teigmasse in die Förmchen füllen und die Muffins für etwa 20-25 Minuten in den Ofen schieben.
  6. Muffins aus dem Ofen holen und abkühlen lassen. Währenddessen das Topping vorbereiten.
  7. Das Mark aus der Vanilleschote kratzen und zusammen mit dem Vanillezucker und der Sahne schlagen.
  8. Mascarpone hinzugeben und weiterschlagen. Die Sahne-Mascarpone-Masse in eine Spritztüte füllen und auf die Muffins spritzen.
  9. Oreos halbieren und damit die Cupcakes garnieren. Daneben hatte ich noch etwas von dem Oreo-Crispy-Zeug übrig, weshalb ich auch damit die Cupcakes verziert habe.

Trotz Vanille-Topping-Chaos waren sie sehr sehr lecker und ziemlich schnell weg auf dem Grillfest, für das ich die Cupcakes gebacken hab. Die werde ich also definitiv irgendwann noch einmal machen. Nom nom. Lasst sie euch schmecken! Das Rezept findet ihr wie immer unten als PDF zum Abspeichern.
eure Vanessa

rezept_oreocupcakes

[DIY] Anleitung für einen Mini-Minion [Creadienstag]

Ich komme in letzter Zeit mal wieder zu gar nichts (nicht mal einen Monatsrückblick habe ich geschafft – bzw. keinen, den ich euch auch zeigen möchte ;) ). Drei Wochenenden hintereinander eigentlich völlig ausgebucht, da bleibt selbst der wöchentliche Blogbeitrag irgendwie liegen. Dafür konnte ich die liebe Ilke von Inkunabel für einen kleinen Gastbeitrag im Rahmen des Creadienstags gewinnen.

Die Mädels von Inkunabel habe ich durch mein Studium in Leipzig kennengelernt und wir sind nicht nur alle total buch-, film- und brettspielbegeistert, sondern toben uns gerne auch kreativ aus. Deswegen hat von den Inkunabel-Mädels mittlerweile auch jeder seinen eigenen Minion, die auf den Blogfotos immer mal wieder zu sehen sind. Bevor ich mich an so etwas Großes heranwage, bevorzuge ich doch lieber mein kleines Omnom. Oder wie wäre es mit einem Mini-Minion, wie wir ihn hier sehen? Denn Ilke hat eine super Anleitung für eine kleine Minion-Kugel mit dabei. Also, packt eure Häkelnadeln aus und los geht’s!

Minionball selbst häkeln
© Ilke Seiler, 2015

Ihr braucht:
1x gelbe Wolle
1x blaue Wolle
1x weiße Wolle
1x schwarze Wolle
1 Häkelnadel, Stärke 3,00 mm
Füllwatte

Verwendete Technik: Magic Ring, Spiralhäkeln, feste Maschen

Körper

Ihr beginnt mit dem gelben Kopf des Minions, indem ihr einen Magic Ring bzw. Fadenring mit 7 Maschen häkelt und zusammenzieht. Nun müsst ihr in jeder Runde, die ihr häkelt, regelmäßig Maschen hinzunehmen. In der ersten Runde häkelt ihr in jede 2. Masche zwei statt einer feste Maschen ein, bis ihr auf 14 Maschen kommt. Ihr könnt nun schon eine Wölbung nach oben erkennen. Als nächstes häkelt ihr in jede 3. Masche zweimal ein, sodass ihr auf 21 Maschen kommt. Je nachden, wie groß ihr euren Minion haben wollt, könnt ihr die Maschenzahl auf diese Weise erweitern. Mein Ball hat einen Durchmesser von 49 Maschen. Wenn ihr bei der breitesten Stelle angekommen seid häkelt ihr noch 1-2 Reihe ohne Maschenzunahme herum. Jetzt werden auf die gleiche Weise regelmäßig Maschen abgenommen, wie sie zugenommen wurden, um die runde Kugelform zu erhalten. Nach etwa der 16. Reihe (2/3 des Balls) beginnt die ihr mit der Hose des Minions.
Je nach Wollstärke kann es sein, dass die Maschen durch die Maschenabnahme recht groß werden. Vor allem beim Abschluss des Balls ist es günstig, ein paar Reihen ohne Maschenabnahme zu häkeln und danach mit der Abnahme weiterzumachen.

Auge

Zunächst häkelt ihr erneut einen Magic Ring mit 7 Maschen für die Pupille. Danach kommt schon der Farbwechsel zu weiß. In jede Masche häkelt ihr je 2 feste Maschen; es entstehen wieder 14 Maschen. Erweitert in der nächsten Runde die Maschenanzahl auf 21, indem ihr in jede 2. Masche zweimal häkelt, und in der nächsten auf 28. Nun kommt der Farbwechsel zum Grau der Brille. Nach 1 bis 2 Reihen ist diese schon beendet.

Wenn ihr mögt könnt ihr das Auge gleich mit weiß beginnen, die Pupille extra häkeln und anschließend annähen.
Das Brillenband häkelt ihr mit 40 Maschen in 2 Reihen, die Maschenanzahl ist natürlich abhängig von der Größe des Minions und der Wollstärke.
Das Auge habe ich ab der 3. Masche der Balloberseite angenäht, das Band schräg drumgelegt und ebenfalls angenäht.

Mund und Haare

Den Mund setzt ihr – wer hätte das gedacht – zwischen Auge und Hose. Mein Minion hat ein sehr breites Lächeln, das über 15 Maschen geht.
Auch bei der Frisurengestaltung sind euch keine Grenzen gesetzt. Einfach ein paar schwarze Wollfäden an die Maschen am Kopf binden.

Fertigstellung

Ich empfehle euch nach ca. 2/3 des Balls die Einzelteile aufzunähen, somit können die losen Fäden besser versteckt werden. Das hatte ich bei meinem Ball nicht beachtet.
Kurz bevor ihr den Ball schließt stopft ihr noch Füllwatte in den Hohlkörper. Die Menge variiert je nachdem, wie fest oder weich euer Ball werden soll.
Als letztes gebt ihr eurem Minionball noch einen Namen. Ich habe meinen Balloo getauft.

Und nun: auf, auf zu Nadel und Wolle!

Vielen lieben Dank, Ilke, für die tolle Anleitung. Der kleine sieht doch echt klasse aus, oder? Total putzig. Ich glaube ich brauch gelbe Wolle und werde dann mal wieder meine Häkelnadel auspacken… :) Selbstverständlich war Ilke auch im neuen Minion-Film und hat darüber berichtet.
eure Vanessa

Auf Inkunabel bloggen die Mädels über Bücher, Filme und Brettspiele und noch mehr, was ihnen gefällt. Schaut doch mal vorbei :)

 

Schmuckschule #7 – Bettelarmbänder gestalten [Creadienstag]

Na, habt ihr eure ersten eigenen Ohrringe gebastelt? Dann wäre es doch jetzt bestimmt schön, wenn ihr farblich passende Armbänder und Ketten habt, oder? Deswegen zeige ich euch heute, wie ihr Bettelarmbänder machen könnt. Bettelarmbänder sind meiner Meinung nach ein dankbares Projekt. Ihr braucht zwar sehr viele Perlen und dementsprechend sehr viele Nietstifte, aber vom Grundprinzip sind sie sehr leicht herzustellen.Bettelarmband selber machen

Ihr braucht:
1 Stück Gliederkette (etwa einmal um euer Handgelenk herum + etwas länger)
1 Verschluss, z.B. Karabinerhaken
jede Menge Perlen (ich habe etwa 33 Perlen für mein Armband verwendet)
ggf. sonstige Anhänger (bei mir 4 Schlüssel und die Hand mit „handmade“-Schriftzug)
ggf. Verbindungsstücke (dann reicht eine kürzere Gliederkette)
Biegeringe für die Anhänger
Kneifzange und Rundzange

Bettelarmband selber machen

Ich habe mein Armband etwas kürzer gemacht und an beiden Enden ein Verbindungsstück eingearbeitet. Dadurch ist das Armband auf meiner Armunterseite flach und wenn ich meinen Arm z.B. auf dem Tisch ablege, drücke ich mir nicht die Perlen in den Arm. Das stört mich bei vielen Armbändern.

Zuerst kürzt ihr euch ein entsprechendes Stück Gliederkette, das ihr für euer Armband verwenden möchtet. Wenn ihr auch Verbindungsstücke verwendet, dann bringt diese an den beiden Enden der Gliederkette an. An einem der beiden Verbindungselemente wird nun ein kleiner Biegering angebracht, in den ein Karabinerhaken (oder ein ähnliche Verschluss) eingehakt wird. An das andere Verbindungselement kommt noch mal ein kurzes Stück Gliederkette oder ein paar ineinander gehängte Biegeringe.

Bettelarmband selber machen

Und dann könnt ihr euer Bettelarmband frei gestalten. Ich habe mir vorher kurz grob zurechtgelegt, welche und wie viele Perlen ich wo verwenden möchte (im Endeffekt habe ich aber einige Perlen gar nicht benötigt). Um die Perlen anzubringen, fädelt ihr jeweils die entsprechende Perlenanzahl auf die Nietstifte und kürzt diese. Dann biegt ihr die Enden der Nietstifte zu einer Öse und hängt diese in ein Element der Gliederkette ein. Ich bin bei meiner Gliederkette so verfahren, dass ich ein Element pro Kettenglied eingehängt habe, ihr könnt aber auch einzelne Kettenglieder auslassen oder mehrere Elemente pro Glied einhängen. Dementsprechend voller oder freier wird euer Bettelarmband.

Um einzelne Anhänger anzubringen (bei mir sind das vor allem die Schlüssel) biegt ihr einen Biegering leicht auf, hängt den Anhänger rein, hakt den Biegering in die Gliederkette und verschließt ihn anschließend.

Ich arbeite mich bei Bettelarmbändern meist von einem Ende zum anderen vor, ihr könnt aber auch in der Mitte anfangen oder einfach wild anbringen, ganz wie es euch am besten gefällt. Gerade wenn ihr euch nicht sicher seid, wie eng die Perlen aneinander liegen sollen, ist ein freies Vorgehen vielleicht sogar erst einmal sinnvoller. ;)

Ich mag die Farbkombination von Blau und Grün mit dem Bronzeton sehr und freue mich schon auf die nächsten Gelegenheiten, wenn ich dieses hübsche Armband tragen kann.
eure Vanessa

Und ab damit zum Creadienstag.

Anleitung Bettelarmband selber machen

[Leben] Liebster Award Nr. 8

Na habt ihr das Traumwetter am Wochenende auch so genossen wie ich? Ich lag die letzten 4 Tage im Garten meiner Eltern, hab gelesen, viel gespielt und war einfach ziemlich faul. Letzte Woche wurde ich von Judith von Erlesenswert für den Liebster Award nominiert. Vielen lieben Dank dafür! Die Fragen beantworte ich sehr gerne, auch wenn ich mir dieses Mal nur die Fragen rausgepickt habe, die ich noch nicht beantwortet habe. So bekommt ihr wieder in paar kleine Einblicke in die Person hinter diesem Blog :)

1. Welche Farbe liebst Du besonders und warum?
Grün, weil sie einfach frisch und fröhlich ist, aber auch irgendwie beruhigend ist, gute Laune ausstrahlt, an den Sommer erinnert…

2. Welches Material interessiert Dich besonders?
Papier (ich liebe diese ganzen Motivpapiere, ich finde sie meistens so schön, dass ich mich nicht traue, sie zu verarbeiten :D), Perlen und anderes für Schmuck und Stoffe.

3. Wer ist DeinE LieblingsautorIn?
Da habe ich ganz viele, weil ich einfach sehr viel lese. Krimimäßig lese ich gerne Karen Rose, Karin Slaughter, Simon Beckett. Christoph Marzi ist klasse, Ben Aaronovitch, Rowling… ich glaube die Liste könnte ich endlich fortsetzen. Lieblingsautor bedeutet bei mir trotzdem nicht, dass ich jedes Buch gelesen haben muss, wenn mich was nicht anspricht, dann lese ich es auch nicht ;)

4. Welches ist Dein Lieblingsbuch?
Siehe oben ;) Viel zu viel. Als Vielleser tut es mir auch in der Seele weh, nur ein Buch auswählen zu müssen. Harry Potter, die Lycidas-Reihe von Christoph Marzi, Flüsse von London, Tribute von Panem, Bartimäus,… Da gibt es einfach so viele Bücher, die toll sind.

5. Welches ist Dein Lieblingsmuseum?
Ich glaube da habe ich gar keins. Ich bin nicht so der Museumstyp.^^

6. In welcher Stadt hältst Du Dich am liebsten auf?
In meiner Heimatstadt Mainz. Die Stadt kenne ich seit ich klein bin, dort sind noch jede Menge meiner Freunde vorzufinden und ich verbinde wahnsinnig viele Erlebnisse mit dieser Stadt.

7. In welchem Land würdest Du am liebsten leben, wenn das, in dem Du lebst, nicht in Frage käme?
Vermutlich England, was einfach nur daran liegt, dass ich London liebe :D Oder irgendwo, wo es warm ist, aber nicht zu warm ;)

8. Dessert oder Hauptmahlzeit – was ist Deine Wahl?
Eindeutig Dessert. Ich bin ein ziemliches Süßmaul. :D

eure Vanessa