[Schmuckschule #11] Ohrringe mit Nikolausmützen aus Papier

Hallo meine Lieben,

der letzte Schmuckschulen-Beitrag ist schon ziemlich lange her. Heute habe ich aber endlich mal wieder eine Schmuckanleitung für euch.

Ich war auf der Suche nach weihnachtlichen Ohrringideen – wie beispielsweise die Schneemannohrringe vom letzten Jahr. Und irgendwo bin ich glaube ich mal über Ohrringe mit Papierschiffchen gestolpert (wenn ich nur wüsste, wo – ich habe keine Ahnung mehr). Und die brachten mich auf die Idee, dass man doch auch Papierhüte falten kann, die sich sicherlich für Nikolausohrringe verwenden lassen.

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Schmuckschule #10 – Schneemann-Ohrringe mit Verlosung [Creadienstag]

Hallo meine Lieben,

habt ihr euer erstes Adventskalendertürchen geöffnet? Meine Adventskalenderüberraschung kam gut an – er besteht dieses Jahr aus 24 braunen Papiertüten, gefüllt mit lauter kleinen Sachen, verziert mit Holzzahlen und Weihnachtsband und verschlossen mit Wäscheklammern aus Holz.

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Schmuckschule #5 – Basiswissen: die richtige Kettenlänge, Ösen biegen und Schmuckdrahtenden verarbeiten

Haben wir alle Materialien zusammen? Dann kann es ja jetzt endlich losgehen mit dem Basteln. ;) Damit das Schmuckgestalten ein bisschen einfacher wird, möchte ich euch heute noch ein paar gesammelte Basistipps geben: Die richtige Kettenlänge bestimmen, Ösen biegen und Schmuckdrahtenden mit Quetschperlen verarbeiten.

Ösen biegen

Ösen biegen muss man beim Schmuckmachen dauernd. Vor allem, wenn man mit Niet- und Kettelstiften arbeitet, denn die wollen ja irgendwo eingehangen werden. ;) Dafür brauchen wir einen Niet- oder Kettelstift und eine Rundzange. Wer erst einmal üben möchte, kann auch festeren Schmuckdraht nehmen und diesen erst einmal biegen. Ich habe auf der Fotoanleitung, die ihr hier seht, einen Rest von einem Nietstift verwendet. (So können wir gleich aus Niet- und Kettelstiftresten neue Kettelstifte biegen, oder Biegeringe, wie ich sie euch hier schon einmal gezeigt habe.) Zuerst nehme ich den Nietstift zwischen meine Rundzange (im oberen Drittel), so dass ein kleines Stück des Nietstiftes oben wieder herausschaut. Dann halte ich den Nietstift mithilfe der Rundzange fest und biege mit meiner linken Hand den Nietstift einmal um eine Rundung herum. Wenn ich den Nietstift jetzt von der Zange herunternehme, sollte der Nietstift an einem Ende einem „U“ ähnlich sehen. Danach knicke ich leicht den Nietstift ab (auf der Höhe, wo auf der anderen Seite der Nietstift endet (siehe Foto). Zum Schluss biege ich die Öse zurecht und fertig ist mein Nietstift.

Anleitung Ösen biegen

Gerade am Anfang waren meine Ösen definitiv nicht so schön gleichmäßig rund, aber Übung macht bekanntlich den Meister – also nicht verzweifeln, wenn die erste Öse nicht so ausschaut wie meine.

Schmuckdrahtlänge für Ketten und Armbänder bestimmen

Ich mache es mir dort meist relativ einfach. Bei Armbändern nehme ich den Schmuckdraht und lege ihn mir locker einmal (oder zweimal, wenn ich z.B. zwei Stränge verwenden möchte) um das Handgelenk herum. Es sollte nicht zu eng am Arm liegen, da ja die Perlen auch noch ihren Platz brauchen. Außerdem braucht ihr noch Platz, um mithilfe der Quetschperlen das Armband zu schließen. Schneidet euch den Schmuckdraht also lieber etwas länger ab, als zu kurz. Bei Ketten verfahre ich genauso. Ich lege mir den Schmuckdraht um den Hals und schaue, wie lang ich die Kette haben möchte. Soll es seine sein, die bis auf Brusthöhe hängt? Oder soll sie locker auf Schlüsselbeinhöhe liegen?

Wenn ihr es doch mal zu kurz geschnitten habt, so dass es zu eng um den Hals liegt, könnt ihr euch ganz einfach mit einem Stück Gliederkette oder ein paar Biegeringen, die ihr ineinander hängt, behelfen. Das findet man ja auch bei vielen Ketten, die man so kauft. Der Vorteil hierbei ist, dass ihr die Kette etwas variabler macht.

Schmuckdrahtenden verarbeiten

Um Schmuckdrahtenden zu verarbeiten, verwende ich meist einfache Quetschperlen. Es gibt jedoch auch andere Methoden, die ich euch hier jedoch nicht zeige. Wer jedoch Interesse daran hat (oder dem die Quetschperlenfummelei zu kleinteilig ist), darf sich gerne melden, dann werde ich mich mal auf die Suche begeben und weitere Methoden vorstellen. Für diese Methode braucht ihr euren Schmuckdraht, eine Quetschperle für jedes Ende, ein Stück Gliederkette oder einen Biegering für das eine Ende und einen Karabinerhaken für das andere Ende (oder eine andere Verschlussart, die ihr euch ausgesucht habt). Zunächst fädelt ihr die Quetschperle auf den Schmuckdraht. Dann hängt ihr die Gliederkette, den Biegering oder den Karabinerhaken ebenfalls auf den Schmuckdraht. (Da man Gliederkette und Biegering auch aufbiegen kann, könnt ihr diesen Schritt auch weglassen, und erst zum Schluss die Gliederkette einhängen.) Nun biegt ihr das Ende des Schmuckdrahtes um und führt es erneut durch die Quetschperle, so dass eine Schlaufe entsteht (ich kriege das mithilfe der Rundzange ganz gut hin). Danach positioniert ihr die Quetschperle so, dass die Schlaufe nicht zu groß ist, und das kurze Ende des Schmuckdrahtes kurz hinter der Quetschperle endet. Mithilfe einer Flachzange (ich verwende den geriffelten Teil meiner Kneifzange) zerquetscht ihr jetzt die Quetschperle, wodurch der Schmuckdraht fixiert wird, und fertig ist euer Kettenende. Danach könnt ihr eure Perlen auf eure Kette aufziehen. Am anderen Ende verfahrt ihr genauso: Quetschperle aufziehen, Schlaufe biegen, Quetschperle zerquetschen. Hier ist es definitiv etwas „fummelig“ da die Quetschperle eng an die anderen Perlen anschließen sollte (es sei denn ihr wollt, dass die Perlen ein bisschen hin und her rutschen). Wenn das Drahtende zum Schluss zu lang sein sollte, könnt ihr es ganz einfach kurzknipsen.

Anleitung Kettenende mit Quetschperlen

Ich hoffe, die Bildanleitungen zusammen mit dem Text sind für euch verständlich. Falls nicht, fragt einfach gerne nach :) Habt ihr noch etwas, das ihr als Basiswissen bezeichnen würdet?
Und nun ran an die Zangen und los geht’s! ;)
eure Vanessa

 

Schmuckschule #3 – Welche Materialien benötige ich? Die Perlen

Wenn ihr das letzte Mal geglaubt habt, dass man nur bei den Basismaterialien den Überblick verlieren kann, dann muss ich euch leider enttäuschen. Wie wir heute sehen werden, hat man auch bei der Auswahl der Perlen die Qual der Wahl. Schaut einfach mal hier bei Dawanda unter Perlen & Steine, welche Materialvielfalt ihr dort angeboten bekommt: Edelsteine, Glasperlen, Glasschliffperlen, Holzperlen, Filz- und Häkelperlen, Lavaperlen, Gesteinsperlen, Kunststoffperlen, Perlmuttperlen, Metallperlen, Porzellanperlen, Wachsperlen, Zuchtperlen, Fimoperlen… Die Liste ist ewig erweiterbar. Doch damit noch nicht genug. Sollen die Perlen einfarbig oder mehrfarbig sein? Welche Form und welche Größe sollen sie haben? Möchte ich verschiedene Materialien kombinieren?

Glasschliffperlen, Glasperlen, MetallperlenBevor man sich wild mit allem zudeckt, sollte man sich zunächst einmal ein paar Gedanken machen. Zum Beispiel darüber, was man selbst für ein Schmucktyp ist. Ich persönlich arbeite gar nicht oder kaum mit Holz-, Filz- und Häkelperlen, Lava-, Gesteins-, Edelstein- und Zuchtperlen, weil das nicht meinem Typ entspricht. Stattdessen verwende ich vorrangig Glas- und Glasschliffperlen, Kunststoff-, Wachs- und Metallperlen, vereinzelt auch mal Perlmuttperlen. Dadurch, dass ihr wisst, was für ein Perlentyp ihr seid, könnt ihr die Auswahl gleich schon mal ein bisschen begrenzen und rennt nicht mehr ganz so planlos herum. ;)

Perlenarmband mit Silber-, Kunststoff-, Metall- und GlasperlenGewicht und Preise der Perlen

Worauf ihr vor allem achten solltet ist das Gewicht der Perlen. Glasperlen sind definitiv schwerer als Kunststoffperlen. Und meine Ohrläppchen werden mich vermutlich irgendwann hassen, wenn ich sie nur mit schweren Perlen belade. ;) Also solltet ihr schauen, dass ihr euch entweder für leichte Perlen oder eine Mischung aus leicht und schwer entscheidet. Möchte ihr doch die schweren Perlen, solltet ihr definitiv die Anzahl begrenzen. Außerdem kommt auch bei den Perlen wieder der Preis ins Spiel. Die Swarovski Kristallperlen sind zum Beispiel (etwas) teurer als ihre Kunststoffalternativen. Die Zuchtperle kostet mehr als die Wachsperlenalternative.

Ohrringe aus crackled Glasperlen, Armband aus KunststoffperlenPerlenkombinationen

Besonders schön finde ich persönlich, wenn man verschiedene Perlen kombiniert. Die Kombination kann über verschiedene Wege stattfinden: Farbe, Größe, Form, Material. Die Fotos, die ihr hier seht, sind teilweise schon etwas älter (entschuldigt bitte daher die Qualität – sie sind aus den Untiefen meines Laptopspeichers herausgekramt worden) und zeigen, wie ich manchmal Perlen miteinander kombiniere. Bei dem blau-türkisen Armband (siehe Bild oben) beispielsweise habe ich verschiedengroße Cateye-Würfel in verschiedenen Blau-, Türkis- und Grüntönen miteinander kombiniert. Bei den braunen und grünen Ohrringen habe ich nur Glasperlen in der Crackled-Optik verwendet, dafür in verschiedenen Formen und Größen. Bei dem lila Armband (siehe unten) seht ihr verschiedene Materialien verarbeitet: Kunststoffperlen in verschiedenen Größen, Farben und Formen, Wachsperlen und matte Metallic-Würfel. Und bei den grünen Ohrringen mit der Muschel sind Glas-, Kunststoff- und Metallperlen zum Einsatz gekommen.

Armband aus Kunststoff-, Metallic- und WachsperlenWie entscheide ich mich am Anfang für die richtigen Perlen?

Stellt euch eine Kette vor, die nur aus gleichgroßen, gleichfarbig hellgrünen glänzenden Perlen besteht. Das wirkt relativ langweilig, oder? (Falls jemand genau auf die Art von Ketten steht: entschuldigt bitte. Das langweilig ist meine persönliche Meinung ;) ). Viel schöner und spannender ist es doch, wenn man verschiedene Größen, Farben bzw. Farbabstufungen, matte und klare Perlen, und Materialien kombinieren kann. Und so werden die Schmuckstücke doch viel eher ein Unikat. Gerade also für Ketten und Armbänder wäre es am Anfang nett, wenn man schon ein paar verschiedene Perlen besitzt, die man kombinieren kann. Meine Empfehlung daher: Beschränkt euch erst einmal auf eine oder zwei Farben, am besten auf eure Lieblingsfarbe oder/und eine Farbe, die ihr sehr oft tragt (vermutlich ist das oft dieselbe Farbe ;)). Kauft dann verschiedene Größen, Farbabstufungen und Materialarten zusammen ein. Beim Einkauf könnt ihr dann die Perlen nämlich nebeneinander halten und sehen, ob diese zueinander passen oder nicht. Welches Material eure Perlen haben sollen, könnt ihr dabei ganz alleine für euch entscheiden. Ich finde dawanda bietet dabei eine gute Möglichkeit, erstmal einen „Überblick“ zu bekommen, was es theoretisch so alles gibt. Wen die Auswahl bei dawanda überfordert, geht lieber in den ortsansässigen Bastelladen, dort ist die Auswahl definitiv schon mal kleiner.

Oder ihr kauft gleich ein Perlenset. Diese gibt’s zum Beispiel bei Idee. Diese Sets bestehen aus verschiedenen Perlen und liefern im Idealfall gleich noch ein bisschen Schmuckdraht, Ohrhaken und Co. mit. Ideal also zum Ausprobieren. Ich selbst habe z.B. dieses grüne Set mit Renaissanceperlen. Es gibt aber auch Kombinationen mit Renaissance- und Glasschliffperlen und mehr. Kleine Plastikbeutel mit einem wilden Perlenmix bekommt ihr natürlich auch im Internet, wie zum Beispiel dieser grüne Mix oder diese bonbonfarbene Mischung bei dawanda. Perlensets vereinfachen es gerade Schmuckanfängern, bei der riesigen Auswahl an Perlen den Überblick zu behalten und eine Perlenkombination zu bekommen, die bestimmt gut aussieht. Außerdem eignen sie sich gut, um erst einmal auszuprobieren ohne gleich zu viel Material einzukaufen. Wer sich dagegen selbst zutraut, Perlen zu kombinieren, kann auf diese Perlensets auch verzichten.

Ohrringe aus Metall-, Glas- und KunststoffperlenEine weitere Alternative statt ganz viele Döschen mit Perlen zu kaufen sind Einzelperlen. Ich habe das z.B. bei Wolle Rödel und bei Idee schon gesehen. Teilweise gibt es auch spezielle Perlenläden, wie z.B. den Perlentaucher in Leipzig oder Perle un Knöpp (auf hochdeutsch: Perlen und Knöpfe ;) ) in Mainz. Dort liegen die Perlen sortiert in kleinen Kästchen und können einzeln herausgenommen werden. Im Perlentaucher in Leipzig und bei Wolle Rödel habe ich das selbst schon gemacht. Dort nimmt man sich einfach eine kleine Schüssel oder ein Perlenbrett mit und kombiniert direkt vor Ort die Perlen miteinander. Die passenden Ohrhaken, Niet- und Kettelstifte bekommt man auch einzeln dazu. Und bei Fragen kann einem das Personal direkt helfen. Im Perlentaucher kann man die Perlen auch dann im Laden schon zu Ketten und Ohrringen verarbeiten. Gerade für Anfänger also super geeignet, um nicht zu viel Material zu kaufen, das man vielleicht nie wieder verwendet. Dafür ist es im Vergleich zu den abgepackten Döschen etwas teurer.

Fazit

Ich bin in diesem Post eher weniger auf die Materialarten eingegangen. Ich hoffe, das stört euch nicht. (Wenn doch, bitte melden ;) ) Es gibt einfach zu viel, um auf alles eingehen zu können, wie man ja bei dawanda sehen kann. Wichtig ist für euch, dass ihr wisst, was für Materialien ihr verarbeiten wollt oder könnt (Stichwort Allergien bei Metallperlen) und was ihr normalerweise so tragt. Eine Idee ist es daher auch mal, einfach euren bisherigen (gekauften) Schmuckbestand genauer zu betrachten. Was sind dort eigentlich für Perlen verarbeitet? Habe ich lieber zierlichen Schmuck oder „schweren“? Das kann schon einigen Aufschluss geben für euren eigenen Schmuck. Oder ihr probiert das komplette Gegenteil, seid mutig und macht mal was mit Materialien, die ihr sonst nie tragt. Und konzentriert euch gerade am Anfang erst einmal auf wenige Farben, die zueinander passen und kauft die Perlen grundsätzlich zusammen ein, damit ihr sichergehen könnt, dass sie zueinander passen.

Welche Perlenarten verwendet ihr am liebsten? Gibt es ein Material, das ihr schon immer mal testen wolltet?
eure Vanessa

Schmuckschule #2 – Welche Materialien benötige ich? Die Basics

Nachdem ihr letztes Mal erfahren habt, was für Werkzeug ihr braucht, geht es heute um ein paar Materialien. Um Ohrringe, Ketten und Co. gestalten zu können, braucht es diverse Basismaterialien, wie Niet- und Kettelstifte, Schmuckdraht, Quetschperlen, Biegeringe, Verschlüsse und Co. Das Problem hierbei: Es gibt tausend verschiedene Möglichkeiten. Zum einen, was die verschiedenen Größen, zum anderen was die Materialien und Farben angeht. Gerade am Anfang kann man hier meiner Meinung nach leicht den Überblick verlieren.

Materialien und Farben

Ich verwende meist einfache Materialien aus Metall. Bei vielen sind Angaben mit dabei, ob sie beispielweise nickelfrei sind. Daneben gibt es aber natürlich auch Nietstifte und Co. in Sterling Silber und anderen Materialien. Hier merkt man sofort die Preisunterschiede. Bei dawanda kosten 30 Nietstifte in Metall (z.B. silberfarben) etwa 1,50 €. Die 30 Nietstifte in 925er Sterling Silber dagegen kosten 16,90 €. Für den Anfang reicht meiner Meinung nach die „Billigvariante“.

Neben der Materialart gibt es noch Unterschiede in der Farbe. Gerade am Anfang habe ich teilweise nicht genau hingeschaut, was jetzt dazu führt, dass ich verschiedenfarbige Kettelstifte besitze. Schaut mal ganz genau auf das Foto mit den Niet- und Kettelstiften: die Kettelstifte oben rechts besitzen einen anderen Farbton als die kurzen Nietstifte links daneben, nicht wahr? Ein weiteres Paar, über das ich am Anfang drüber gestolpert bin, ist Bronze und Kupfer (schaut mal bei dem Ohrhakenfoto, unten rechts ist Kupfer, oben rechts und unten links ist Bronze). Neben den üblichen Silber-, Platin-, Gold- und Kupferfarben, die vermutlich den größten Anteil bilden, gibt es auch Sondervarianten wie schwarz, blau, grün, pink, rot… Ihr seht, ihr könnt euch hier wirklich breit austoben und die wildesten Schmuckteile kreieren. ;)
Ich verwende größtenteils silber- und bronze-, nur gelegentlich gold- und kupferfarbene Materialien. Für den Anfang würde ich silber- oder platinfarben empfehlen, da dies am besten mit den meisten Perlen zu kombinieren ist.

Nietstifte, Kettelstifte

Niet- und Kettelstifte

Niet- und Kettelstifte bilden vor allem für Ohrringe, aber auch für Ketten und Armbänder (insbesondere für Bettelarmbänder) ein wichtiges Utensil. Ich muss noch heute regelmäßig nachgucken, was jetzt was ist, dabei ist es eigentlich einfach zu merken. Nietstifte sind unten abgeschlossen, z.B. durch ein einfaches Plättchen (auf dem Foto die goldenen), eine kleine Kugel (auf dem Foto die bronzenen) oder wesentlich aufwendigere Varianten (guckt z.B. mal hier). Kettelstifte dagegen haben unten eine Öse, so dass man mehrere von ihnen aneinanderketten kann. (hach wieso kam mir diese Eselsbrücke nicht schon früher? :D) Meine kürzesten Niet- und Kettelstifte sind etwa 20mm lang, meine längsten 70mm lang. Hier hängt es davon ab, was ihr mit den Stiften machen wollt. Soll nur eine Perle darauf? Sollen mehrere Perlen aufgefädelt werden? Wie groß ist die Perle, die aufgefädelt wird? Wichtig ist, dass ihr oben noch genügend Platz habt, um eine weitere Öse biegen zu können. Lieber also eine Länge größer nehmen und etwas abknipsen, als später vor seinem Werk zu sitzen und sich zu ärgern, dass die Stifte zu kurz sind. ;)

Schmuckdraht

Schmuckdraht

Bei Schmuckdraht wird zwischen dünnem Draht und dickerem Draht unterschieden. Der dünne Draht (ich verwende meist 0,4 mm) wird für Ketten und Armbänder verwendet, auf die einfach die Perlen aufgezogen und z.B. mit Quetschperlen fixiert werden. Der dicke Draht eignet sich besonders für eigene Kreationen, wenn man eine Form oder Figur biegen möchte, wie ich es beispielsweise bei diesen Tannenbaumohrringen getan habe. Dieser ist beispielsweise 0,8 mm dick. Während der dünne Draht an sich sehr elastisch und biegsam ist, ist dieser hier wesentlich fester und kann in eine Form gebogen werden, die er dann auch beibehält. Diesen dickeren Schmuckdraht gibt es auch in dünneren Varianten (z.B. 0,4 mm). Diese dünnere Variante ist jedoch – meiner Ansicht nach – nur für solche Vorhaben wie den Tannenbaumohrringen zu gebrauchen, ansonsten kann man ihn gerne (wenn man keine Nylonfäden verwendet) für Perlentiere benutzen. ;) Den elastischen Schmuckdraht, den ihr für Armbänder oder Ketten (oder auch mal Ohrringe) braucht, gibt’s meist so abgepackt wie ihr ihn hier auf dem Foto seht, etwa in 2 m Länge. Der dünne Schmuckdraht (für Perlentiere) dagegen ist auf eine Spule aufgezogen.

Schmuckmaterial Ohrhaken

Ohrringhaken

Auch hier habt ihr wieder die Qual der Wahl. Normale Ohrhaken (wie ihr sie oben auf dem Foto seht), Brisuren, einfache Stecker mit Öse, Ohrclips, einfach, aufwendig und und und. Die Ohrhaken, die ihr am meisten in den Geschäften und im Internet bekommt, sind die einfachen Ohrhaken, wie ich sie auch verwende. Ohrringhaken bestelle ich mittlerweile meistens über das Internet, weil ich hier gleich größere Packungen (z.B. 50 Stück) bekomme als in den Bastelläden. Aber für das erste Ausprobieren reicht sicher auch die erste 10er-Packung aus dem nächsten Bastelladen. ;)

Schmuckmaterial

Biegeringe, Quetschperlen, Gliederketten, Verschlüsse und Co.

Weitere Materialien, die ihr unter Umständen benötigt, sind Biegeringe, Quetschperlen, Gliederketten, Verschlüsse… Wie ihr Biegeringe selber machen könnt, habe ich euch hier schon mal gezeigt. Biegeringe sind interessant um z.B. verschiedene Elemente miteinander zu verbinden und als Verschlussgegenstück bei Karabinerverschlüssen. Hier gibt es vorrangig runde und ovale Versionen (oben auf dem Bild die goldenen), auch wieder in verschiedenen Größen.

Quetschperlen (die kleinen unscheinbaren Perlen rechts neben der Gliederkette auf dem Foto) sind kleine Perlen, die ihr mithilfe einer Zange zusammenquetschen könnt, um sie an einer Stelle des Schmuckdrahtes zu fixieren. So können beispielsweise einzelne Perlen an einer bestimmten Stelle positioniert werden. Ich verwende Quetschperlen darüber hinaus am Ende einer Kette, indem ich eine Schlaufe bilde und diese Schlaufe mit der Quetschperle fixiere. In die Schlaufe kann ich dann Biegeringe und Verschlüsse einhängen. (Diese Technik habe ich z.B. bei diesem Armband verwendet).

Wer Bettelarmbänder liebt, wird nicht um Gliederketten herumkommen. Diese bestehen quasi aus vielen aneinandergereihten Beigeringen und eignen sich super, um Perlen, die auf Nietstiften sitzen, daran anzuhängen. Auch hier gibt es sehr verschiedene Varianten, runde Glieder, ovale Glieder,….

Für die Ketten und Armbänder braucht ihr außerdem Verschlüsse. Ich verwende meist einfache Schmuckkarabinerhaken (siehe Foto). Aber auch hier könnt ihr auch bei der ganzen Vielfalt an Varianten austoben: Knebelverschlüsse, Magnetverschlüsse, Druckknopfverschlüsse… Insbesondere bei den Knebelverschlüssen könnt ihr eure Lieblingsvariante wählen: rund, eckig, Herzformen, Blumenformen, abstrakt und so weiter.

Fazit

Gerade bei den „Basismaterialien“ kann man am Anfang leicht den Überblick verlieren. Statt zu viel auf einmal zu holen, entscheidet euch lieber erst für eine Farbe und holt dann das Material, das ihr braucht. Für Ohrringe sind das Ohrhaken, Niet- und Kettelstifte (ggf. Biegeringe, Schmuckdraht und Quetschperlen). Für Ketten sind das Schmuckdraht, Biegeringe, Verschlüsse und Quetschperlen. Für Bettelarmbänder sind Gliederketten, Verschlüsse und Nietstifte wichtig.

Im nächsten Teil werde ich euch Perlen und Anhänger zeigen, also das, was den Schmuck eigentlich ausmacht. ;) Wie sieht es mit euren Basismaterialien aus? Fehlt aus eurer Sicht etwas in meiner Vorstellung? Womit arbeitet ihr am liebsten?
eure Vanessa

P.S.: Die ganzen Links von dawanda wurden wahllos von mir ausgewählt, um euch Beispielbilder der verschiedenen Arten zu zeigen.
P.P.S: Entschuldigt, dass der Beitrag so lang ist :D